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Geschichte

„Die Geschichte zu Fürstenrieder Schwaige“

Die Schwaigen, ahd. „Sweiga“ waren viehspezialisierte Gehöfte, die ab dem 12. Jhrd. Den steigenden Ernährungsbedarf – natürlich auch die Lust auf abwechslungsreiche Lebensmittel wie Rindfleisch, Butter, Käse – zu decken hatten. Die Erfindung der Grassense schuf die Voraussetzung um den Wintervorrat an Heu bereitzustellen; so konnten die Rinder die vegetationsarme Zeit überstehen. In den gras- und holzreichen Regionen vor dem Gebirge, hier war der Ackerbau zu aufwändig, entstand eine Vielzahl einzelner Gehöfte/Almen mit unterschiedlich großen Herden. Der Grundherr vertraute seine Tiere den Bauern an. Die „Schwaiger“ mussten nach Möglichkeit den Viehbestand erweitern und eine bestimmte Anzahl an Käse und Butter an den Besitzer liefern. Bei´6 Kühen wurden jährlich – laut einem Abgaben – und Grundbesitzbuches von 1390 – 300 Stck. Käse ( Art Emmentaler ) a‘ 1Kg erwartet. Das Wort „Schwaigen“ bedeutete damals nicht nur den Hof bewirtschaften, sondern auch Käse herzustellen.

Die Geschichte der Fürstenrieder Schwaige geht zurück auf drei Höfe, angesiedelt in den dichten Wäldern um den uralten Ort Planeck – Anfang des 10. Jhrd. Im Immobilienverzeichnis des Kloster Polling, gegründet von Herzog Tassilo im Jahre 750, wurden diese Höfe als Praedium (Landgut) Vorstarenried geführt. 1492 wurde Possolzried, später Poschetsried genannt, von den Pollinger Patres an den Landesherren, Herzog Albrecht IV verkauft. Hundert Jahre später, 1593, machte Herzog Wilhelm V die Schwaige seinem Kanzler, dem Augsburger Patrizier Herwarh von Hohenburg zum Geschenk. Neben der Poschetsrieder Schwaige entstand 1707 ein kleines Jagdschlößchen. Dies kam 1715 in den Besitz des Kurfürsten Max Emanuel, der das Gut nun Fürstenried benannte und ein repräsentatives Lustschloß (orientiert an französischen Vorbildern) erbauen ließ.

Der erste Schwaigwirt war der Planegger Bauer Xaver Engelhardt. Er pachtete die Fürstenrieder Gutschäfflerei und erhielt auf das Anwesen eine Bier-Gerechtsame. Aus dem kleinen Wirtshaus machte er ein ansehnliches Geschäft. Seine Nachfolger hatten weniger Geschick.

Baron Beck-Peccis, dem inzwischen Gut und Schloß gehörten, verfügte 1854 die Schließung des Lokales. Im Jahre 1887 kam es zur Wiedereröffnung der Einkehr zur Schwaige. Gründlich renoviert entwickelte sie sich zur gediegenen Traditionswirtschaft, die als beliebte Ausflugsgaststätte bekannt wurde.

1911 erwarb die Stadtgemeinde München die Fürstenrieder Ökonomie und baute das Objekt aus zu einem international beachteten Mustergut. 1929 kaufte die katholische Kirchenstiftung Fürstenried das Schloß. Wegen Baufälligkeit wurde die unter Denkmalschutz stehende Schwaige abgerissen. 1985 übernahm die Spaten-Franziskaner Brauerei den Gaststättengrund und setzte an die Stelle des alten Gebäudes die neue, an die Silhouette des 1730 entstandenen Bauwerks erinnernde, Einkehr zur Fürstenrieder Schwaige.

 

Wir wünschen Ihnen eine angenehme Einkehr in der Fürstenrieder Schwaige.

Genießen Sie unsere traditionelle bayerische und internationale Küche mit den ausgesuchten Bierspezialitäten der Spaten-Franziskaner Brauerei.